Wissen Sie, wenn das alles hier nur eine missglückte Generalprobe wäre, vielleicht könnte ich dann darüber lachen.
Aus Fehlern lernt man ja, nicht wahr?
Doch die Fehler, die ich mache, die ich immer wieder machen werde, die sind kein Bestandteil einer Probe und ich lerne auch nicht daraus, weil ich allein dazu nicht in der Lage bin.
Wissen Sie, ich vermisse Sie noch immer und ich würde mir wünschen, dass mir jetzt jemand den Halt geben kann, den ich jetzt bräuchte.
Die Protagonisten fallen und es gibt kein Netz, das sie hält, keine Hand, die da ist, keine Blicke, die Wärme spenden und auch kein verstehendes "hmm", das fehlt mir fast am Meisten, auch wenn es immer ein wenig weh getan hat, wenn Sie so viel von mir verstanden haben, ohne dass ich je konkret geworden bin.
Ich wünsche mir, dass Sie bald wieder gesund sind, vermutlich gerade mehr aus Eigennütz, aber der Selbsterhaltungstrieb ist zumindest in Teilen von uns noch vorhanden.
Und wissen Sie, ich mag Keksi nach heute noch weniger, weil sie einfach nicht weiß, wie man mit uns umgeht und das tat uns gar nicht gut und wir fühlen uns einsamer als zuvor.
Und ich wollte Ihnen sagen, dass ich gar nicht weiß, wie ich ab September ohne Sie zurecht kommen soll.
Ich brauche Sie, nicht nur jetzt.
Es hat gedauert, aber jetzt, wo Sie uns so wahrnehmen, wie wir sind, wo Sie allen von uns ihren Raum geben, jeden so annehmen, wie er ist und uns nicht leugnen, da fällt es schwer, Abschied zu nehmen, weil wir genau so etwas, so jemanden brauchen.
Und na klar, es wird irgendwie weitergehen, aber ich will nicht, dass es irgendwie weitergeht, ich will, dass es mit Ihnen in meinem Leben weitergeht.
Und ja, sie hatten mir geschrieben, dass Sie sich das auch wünschen und dass ich Ihnen sehr am Herzen liege, aber es fällt gerade schwer, darauf zu vertrauen.
Vielleicht denken Sie ja auch gerade an mich und ich hoffe, dass Sie Enti heute schon die Haare gekämmt haben, Sie wissen ja, wie eitel sie ist.
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