Da sitzen wir also.
Donnerstag, 29. September 2016
Freitag, 23. September 2016
Wenn Worte meine Sprache wär'n.
Die schönsten und wichtigsten Worte des heutigen Tages kamen per Brief von meinem hoffentlich zukünftigen Psychotherapeuten, er hatte für mich den Widerspruch an die Krankenkasse formuliert und noch ein paar persönliche Zeilen hineingepackt:
Das war.. so wichtig, genau der richtige Zeitpunkt, so dass ich beim Lesen dieser zwei Zeilen einfach nur noch weinen musste, weil er einfach versteht, was eine DIS bedeutet.
Später per SMS:
Das war so schwer auszuhalten, dass jemand so nett ist und es wurde wieder geweint. Aber es ist auch ungemein wichtig zu wissen, dass die Hoffnung besteht auf Hilfe, sollte diese irgendwann bewilligt werden.
Ansonsten ist es kritisch bei uns, das Studium schlaucht doch sehr und ich weiß nicht, wie lange wir noch durchhalten.
Es ist wieder vermehrt Schwindel da, Essen ist schwierig, die Kopfschmerzen nehmen wieder zu.
Das Versorgungsamt hat noch immer keine Rückmeldung bezüglich des Schwerbehindertenausweises geschickt, mittlerweile sind 2 Monate seit dem Widerspruch vergangen und ich habe große Angst vor einer Klage, ich bin gar nicht in der Lage, vor Gericht darzustellen, wie beeinträchtigt ich bin, da ich nach außen hin ja doch sehr normal wirke. Und mich mündlich auszudrücken zählt ja nun auch ohne große Anspannung nicht unbedingt zu meinen Stärken, bin da eher typisch norddeutsch: wortkarg.
Heute hatten wir Therapie, lief nicht gut. Ich war vielleicht 5 Minuten präsent, der Rest der Stunde... ist untergegangen, war Chaos pur und endete im Weglaufen und starken Suizidgedanken und der Therapeutin sagen, dass wir nie wieder kommen wollen...
Ich hätte so viel zu besprechen gehabt und nun muss ich wieder 2 Wochen warten, bis der nächste Termin möglich ist und weiß schon jetzt nicht, wohin mit all dem in meinem Kopf.
Halten Sie durch!
Ich helfe Ihnen!
Das war.. so wichtig, genau der richtige Zeitpunkt, so dass ich beim Lesen dieser zwei Zeilen einfach nur noch weinen musste, weil er einfach versteht, was eine DIS bedeutet.
Später per SMS:
Ich bin da, wenn ihr mich braucht.
Das war so schwer auszuhalten, dass jemand so nett ist und es wurde wieder geweint. Aber es ist auch ungemein wichtig zu wissen, dass die Hoffnung besteht auf Hilfe, sollte diese irgendwann bewilligt werden.
Ansonsten ist es kritisch bei uns, das Studium schlaucht doch sehr und ich weiß nicht, wie lange wir noch durchhalten.
Es ist wieder vermehrt Schwindel da, Essen ist schwierig, die Kopfschmerzen nehmen wieder zu.
Das Versorgungsamt hat noch immer keine Rückmeldung bezüglich des Schwerbehindertenausweises geschickt, mittlerweile sind 2 Monate seit dem Widerspruch vergangen und ich habe große Angst vor einer Klage, ich bin gar nicht in der Lage, vor Gericht darzustellen, wie beeinträchtigt ich bin, da ich nach außen hin ja doch sehr normal wirke. Und mich mündlich auszudrücken zählt ja nun auch ohne große Anspannung nicht unbedingt zu meinen Stärken, bin da eher typisch norddeutsch: wortkarg.
Heute hatten wir Therapie, lief nicht gut. Ich war vielleicht 5 Minuten präsent, der Rest der Stunde... ist untergegangen, war Chaos pur und endete im Weglaufen und starken Suizidgedanken und der Therapeutin sagen, dass wir nie wieder kommen wollen...
Ich hätte so viel zu besprechen gehabt und nun muss ich wieder 2 Wochen warten, bis der nächste Termin möglich ist und weiß schon jetzt nicht, wohin mit all dem in meinem Kopf.
Dienstag, 13. September 2016
An Tagen wie diesen.
An Tagen wie diesen, da kann man nicht schlafen, den Grund dafür kennt man nicht.
Auf einmal ist es 3 Uhr nachts und man muss das Bett neu beziehen, weil man sich übergeben hat und wieder nicht weiß, warum eigentlich.
Irgendwann schläft man doch völlig erschöpft ein, träumt schlimme Träume, so dass man schweißdurchtränkt aufwacht, weiß aber im nächsten Moment auch nicht mehr, wovon man eigentlich geträumt hat.
An Tagen wie diesen, da ist man schon damit überfordert, einen Tee zu kochen und lässt es dann bleiben.
Das dreckige Geschirr sammelt sich, weil man auch zum Abwaschen keine Kraft hat, aber es ist einem egal.
Man liegt also auf dem Bett oder auch auf dem Boden und starrt vor sich hin, verliert sich selbst und die Zeit, weiß nicht mehr, wer man ist, ob man überhaupt mal sein wird und wozu man überhaupt ist.
Unterbrochen wird man von der Panik der Geruchshalluzination von Feuer, man rennt durch die Wohnung, zieht alle Stecker und kann sich trotzdem nicht beruhigen.
Irgendwie hofft man, dass ein Kabel durchschmoren würde und man es nicht bemerkt und dann würde man ganz still und leise sterben.
Und niemand würde einem Vorwürfe machen, weil es einfach ein Unfall war.
An Tagen wie diesen steht "nach draußen gehen" nicht zur Option, man kann sich niemandem zumuten, hat Angst, jederzeit umzukippen und das Bewusstsein zu verlieren oder zu krampfen.
An Tagen wie diesen fühlt man sich einsam und kann nichts dagegen tun, weil Kontakte mit Freunden nicht möglich sind, weil einen etwas hemmt, anzurufen und zu fragen, ob jemand Zeit hat.
Weil man zu viel ist, mit allem zu viel.
Vor allem zu viel Selbstmitleid und Aufmerksamkeitshascherei.
Man will niemanden nerven, will nie wieder zu viel sein oder stören, man will lieber gar nicht sein, dann kann man auch nicht zu viel sein.
An Tagen wie diesen, da sehnt man sich nach etwas wie Familie und denkt darüber nach, wie das aussehen sollte. Vielleicht jemand, der einem sagt, dass man ihn gernt hat, vielleicht jemand, mit dem man reden kann, ohne dass man Konsequenzen und Stimmungsumbrüche fürchten muss. Vielleicht jemanden, in dessen Gegenwart man keine Angst haben muss und sich Zuhause fühlt. Jemand, der lieb ist und nicht böse.
Wo man auch mal weinen darf und der einen dann in den Arm nimmt und sagt, dass das okay ist.
Und der Tee kocht, wenn man das selber gerade nicht kann.
Das ist eigentlich nicht so viel, was ich mir wünsche, aber das wird es wohl nie geben und das macht traurig.
Und man würde gerne weinen, aber das geht nicht und alles staut sich an und wird zu einem großen Knäuel im Kopf, das man nicht entwirren kann, weil man nicht weiß, wie das alleine gehen soll.
Und so zieht man sich zurück.
Mittwoch, 7. September 2016
warum auch nicht.
ja, warum auch nicht.
lehnt doch bitte einfach alles ab, was ich beantrage, um mein leben wieder in den griff zu bekommen.
der antrag auf die kostenübernahme der probatorischen sitzungen bei dem guten, sich auskennenden dis-spezi-therapeuten wurde abgelehnt, cause of "ja, die rechtslag ist so, da können wir jetzt auch nichts machen, obwohl wir ja soooooo unfassbar gerne helfen würden".
hm, genau.
ich würd euch auch gerne helfen, euch mal einen fucking tag zeigen, wie das so im alltag aussieht, wenn man ne dis hat (und keine hilfe, damit klar zu kommen).
und dann werdet ihr feststellen, dass es eben nicht stimmt: "jeder therapeut kann das behandeln", sondern "ich brauche hilfe und zwar von jemandem, der auch wirklich helfen kann".
so what, trotzdem danke, dass ihr mir NOCH EINMAL diese fucking liste mit therapeuten geschickt habt, die ich doch alle angerufen habe und die mir PERSÖNLICH und OFFEN gesagt haben: "nein, wir können das nicht behandeln, da sind sie hier an der falschen adresse".
so, und jetzt fickt euch.
lehnt doch bitte einfach alles ab, was ich beantrage, um mein leben wieder in den griff zu bekommen.
der antrag auf die kostenübernahme der probatorischen sitzungen bei dem guten, sich auskennenden dis-spezi-therapeuten wurde abgelehnt, cause of "ja, die rechtslag ist so, da können wir jetzt auch nichts machen, obwohl wir ja soooooo unfassbar gerne helfen würden".
hm, genau.
ich würd euch auch gerne helfen, euch mal einen fucking tag zeigen, wie das so im alltag aussieht, wenn man ne dis hat (und keine hilfe, damit klar zu kommen).
und dann werdet ihr feststellen, dass es eben nicht stimmt: "jeder therapeut kann das behandeln", sondern "ich brauche hilfe und zwar von jemandem, der auch wirklich helfen kann".
so what, trotzdem danke, dass ihr mir NOCH EINMAL diese fucking liste mit therapeuten geschickt habt, die ich doch alle angerufen habe und die mir PERSÖNLICH und OFFEN gesagt haben: "nein, wir können das nicht behandeln, da sind sie hier an der falschen adresse".
so, und jetzt fickt euch.
Dienstag, 6. September 2016
Danke und Sorry.
Ich habe das Profil auf der ekelerregenden Seite gelöscht, über Nacht kamen noch zig perverse Nachrichten...
Und ich habe per Mail mit meiner Thera Kontakt aufgenommen, weil reden kann ich darüber gerade nicht.
Aber er hat noch unsere Mailadresse, aber ich werd das regeln, hoffe ich.
Ich soll dafür sorgen, dass niemand da hingehen kann, soll mich verabreden, mit jemand vertrautem.
Ich werde alles daran setzen, dass es nicht zu diesem Kontakt kommt, weiß nur noch nicht, wie gut mir das gelingen wird.
Das erscheint noch immer alles so absurd und als ob es nicht um mich und meinen Körper ginge.
Ich habe das Profil auf der ekelerregenden Seite gelöscht, über Nacht kamen noch zig perverse Nachrichten...
Und ich habe per Mail mit meiner Thera Kontakt aufgenommen, weil reden kann ich darüber gerade nicht.
Aber er hat noch unsere Mailadresse, aber ich werd das regeln, hoffe ich.
Ich soll dafür sorgen, dass niemand da hingehen kann, soll mich verabreden, mit jemand vertrautem.
Ich werde alles daran setzen, dass es nicht zu diesem Kontakt kommt, weiß nur noch nicht, wie gut mir das gelingen wird.
Das erscheint noch immer alles so absurd und als ob es nicht um mich und meinen Körper ginge.
Sonntag, 4. September 2016
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