Mittwoch, 30. März 2016

Man hättes es auch ahnen können, dass es keine wirklich gute Idee war, so lange zu meinen Eltern zu fahren.
Ich schweige, weil ich es hier schon immer getan habe.

Mein Körper somatisiert fleißig vor sich hin.
Der Schwindel ist wieder sehr stark da, gestern drehte sich die Welt um mich herum und ich lag in meinem Bett und sah ihr dabei zu, wenig begeistert, eher sehr beängstigt.
Ich habe fast täglich Kopfschmerzen, obwohl ich sonst nicht dazu neige.
Mein Tinnitus ist wieder da und sehr laut.
Und mein Kopf ist wie in Watte und schreit mich an, dass er weg will.

Aber das geht nicht.
Also drücke ich alle Anteile weg und heraus kommt eben das oben beschriebene Bild.
Aber hier ist nicht der richtige Ort für mich und meine Anteile, wir können hier nicht sicher sein.
Ständig bin ich innerlich auf der Hut und ungemein angespannt und weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Die ersten zwei Tage Praktikum habe ich einigermaßen gut hinter mich gebracht, aber ich bin so erschöpft und ich will nicht mehr und ich habe Angst. Um mich, um meine Gesundheit, um uns als Team, weil eigentlich waren wir schon näher zusammengerückt und nun dränge ich sie wieder weg, einfach weil es nicht gut wäre, wenn sie da wären, das halte ich nicht aus.


Montag, 21. März 2016

Special Agent A.

Hinweis: Das ist die Meinung des Autors und nicht unbedingt die Meinung von A.


Rasant.
Das beschreibt es wohl am Besten.
Und... interessant... (Ich sollte darüber nachdenken, ein Buch zu schreiben, mein Freund hält es für eine gute Idee.)

Was ist passiert?
Innerhalb des heutigen Tages?

Ich wollte zur Ausbildung gehen, hat nicht funktioniert, da ich stattdessen apathisch in meinem Bett gelegen habe und die Uhr angestarrt habe.
Und oh Wunder, sie lief immer weiter.

Ich bin also nicht hin, habe stattdessen irgendwann den Krisendienst angerufen, kannte die Frau aber nicht, konnte also nicht gut reden.
Sie legte kurz auf, wollte in 5 Minuten zurück rufen (vermutlich wollte sie sich Infos über mich besorgen), aber ich Held bin nicht mehr rangegangen, obwohl sie es noch einige Male versucht hatte. (Soziale Kompetenz ist ja eh so was von überbewertet.)

Stattdessen habe ich mein Frühstück wieder rückwärts laufen lassen, auch so mäßig bis gar nicht konstruktiv, aber wenn schon, denn schon.

Dann hat irgendwann meine Therapeutin angerufen (hatte darum gebeten), ich war aber nicht richtig da und dementsprechend war auch das Gespräch, wenig konstruktiv.

Ihr seht schon, worauf das hier hinausläuft.

Irgendwer hat mich dann zum Arzt befördert. Und da stand ich dann, mit Herzrasen und unsicher, was ich jetzt eigentlich sagen soll.
Die Ärztin war nicht da, nur die Schwestern, die wollten mich dann zu einer Vertretungsärztin schicken.

Und dann die Anteile so: Ne, nicht mit uns. Komm, wir machen hier mal so ne fette Dissoziationsszene.
Ich wankte dann da so vor mich hin, konnte kaum noch stehen, wollte aber dennoch die Praxis wieder verlassen (kennen wir ja schon, die Strategie, erst Aufmerksamkeit suchen und dann weglaufen, prima).

Jedenfalls meinten die Schwestern dann: Ne, so können wir Sie aber nicht gehen lassen.
Haben Sie Tabletten genommen? (Habe ich natürlich nicht.(Im Hintergrund ein schelmisches Lachen von irgend so einem Witzbold.))
Sollen wir den Notarzt rufen? AUF KEINEN FALL!

Das Ende vom Lied?
Die Schwestern haben mich, je eine an meinem linken und rechten Arm, zum Arzt nebenan gebracht, der sich netterweise kurz Zeit für mich genommen hat. Er hat mich für diese Woche krank geschrieben. Toll fand ich, dass da auch noch ein Praktikant im Raum saß und das ja eh schon ziemlich cool ist, so einem fremden Mann (ih) Dinge über die eigene Seele und ihre Unzulänglichkeiten zu erzählen.
Und ich kann mir gewiss sein, dass die Schwestern mich jetzt nicht mehr vergessen werden. (Ja, so ne dissoziative Störung ist manchmal schon echt eindrucksvoll.)(Wenn man sie nicht selber hat.)

Das andere Ende vom Lied?
Ich bin gerade schon dabei, mich von dieser Stadt zu verabschieden.
Ab nächster Woche bin ich so gut wie nicht mehr hier, zumindest wenn es wie geplant läuft und ich fast bis zum Ende der Ausbildung bei meinen Eltern im Betrieb im Praktikum bin.
Das ist auch heute erst so entstanden und es ist beängstigend.
Soll aber eigentlich für mehr Entlastung sorgen, da ich mit meinen Eltern sicherlich darüber sprechen kann, wann ich da sein muss und wann nicht.
Und jeder Anwesenheitstag ist ja wichtig.
Hoffen wir das Beste.

Das kann natürlich auch richtig kritisch werden, sollten wir nicht vergessen.
Aus Gründen.
Aber hey, wir sind erwachsen (naja) und wir können uns abgrenzen (haha, ne) und wir sind frei (...) und können jederzeit auch das Praktikum abbrechen, das steht uns offen.

Ach, und die Klinik hat heute auch noch mal angerufen, die Frau am Telefon war nett.
Sie hat mir die Telefonzeiten der Psychologen geschickt, vielleicht rufe ich da morgen mal an, um meine Fragen klären zu können.

Und bei der Krankenkasse habe ich heute auch angerufen, um zu fragen, wie das funktioniert, wenn man eine Reha machen will.
"Ja, ne, da ist die Rentenversicherung bei Ihnen zuständig. Aber ich schicke Ihnen dennoch mal das Formular zu."
Ich hab da ja keine Ahnung von, wer jetzt zuständig ist, aber die Frau aus der Klinik hat gesagt, die Krankenkasse wäre dafür zuständig.
Naja, ich hoffe nur, das klappt und wird bewilligt, weil wenn nicht... denken wir jetzt nicht drüber nach.

Außerdem habe ich mit meinem Ausbilder gesprochen, wie es aussieht, wird ein Mann (der einige in mir enorm triggert) die mündliche Prüfung bei mir abnehmen.
Ich soll aber meinen Klassenlehrer im nächsten Turnus mal absprechen, ob es nicht die Möglichkeit gäbe, dass er mich prüft.
Ich hoffe einfach, dass das möglich ist, weil ich ansonsten nicht weiß, wie ich das hinbekommen soll, ohne zu dissoziieren. Und in der mündlichen Prüfung wär das eher so mittelcool.

So far.
Fühlt sich wie ein 80-Stunden-Tag an.

Nach außen hin schaffe ich vielleicht gar nichts (denn ich gehe ja nicht zur Aubildung) und dennoch habe ich schon wieder so viel geschafft, habe mich so vielem gestellt (Arzt, Telefonat mit Krankenkasse, Telefonat mit Klinik, Gespräch mit Ausbilder...), also dürfte ich eigentlich stolz auf mich sein.
Ich versuchs einfach mal.

Und hoffe, dass ich jetzt auch mal wieder durchschnaufen darf.

Freitag, 18. März 2016

Tabula rasa.

Es ist ja nicht so, dass in der vergangenen Woche nichts passiert ist, das Gegenteil ist der Fall.
Aber die Dinge mussten sich erst einmal wieder ordnen.

Jetzt also eine grobe Zusammenfassung.
Ich war am Montag in der Ausbildung, Bewerbungstraining.
Mutig, dass ich hin bin, aber hat sehr blöd geendet, war also ab Montag Mittag nicht mehr dort. Und den Rest der Woche habe ich mich auch krank schreiben lassen.
Ungünstig, aber zumindest inoffiziell weiß ich jetzt, dass ich wohl zur Abschlussprüfung zugelassen bin (beruigend zu wissen, dass ich nicht noch ein halbes Jahr länger hier sein muss, das würde ich nicht packen).
Die Ausbildung war jedenfalls sehr in Gefahr zu Beginn dieser Woche, aufgrund der Erfahrungen vom Montag (hab jetzt aber keine Lust, das zu schildern).

Ich war in einem "Dissoziationsmodus", habe es aber nicht realisiert.
Und so lag ich tatsächlich den Rest des Tages bewegungslos in meinem Bett, habe abwechselnd oder auch gleichzeitig an die Decke gestarrt und in starken Suizidgedanken geschwelgt.
Nicht schön.
Abends kam die Geländetherapeutin vorbei, sie hat drauf bestanden.
Danach ging es mir zumindet etwas besser.

Dienstag musste ich sie noch mal anrufen, weil ich immer noch große Angst um mich hatte, weil Anteile nicht mehr leben wollten, ich aber schon. Wir haben dann noch einmal einen Vertrag abgeschlossen.

Mittwoch dann der reguläre Termin bei ihr, sie hat mir Traumakliniken gezeigt, bei der ersten Klinik (die mir bei meinem letzten Versuch sehr zugesagt hat, haben die Anteile sehr deutlich gezeigt, dass das nicht das richtige ist).
Bei der zweiten war es relativ ruhig in mir.

Und so sitze ich jetzt hier, habe den Fragebogen für die Klinik bereits ausgefüllt, der Kllinik eine Mail mit Fragen geschickt, sehr gute Antworten, das Konzept ist einfach sehr stimmig für mich, nur die Wartezeit ist sehr lang (1 Jahr), das habe ich zwar nicht anders erwartet, aber ich habe jetzt dennoch eine Mail mit der Bitte um frühere Aufnahme geschrieben. Versuchen kann man es ja mal.

Kann sein, dass das heute alles recht zusammenhangslos ist.

Ich war seit heute morgen unterwegs, hatte einen Termin bei meiner richtigen Therapeutin und der war richtig gut, ich war fast bis zum Ende komplett da, bin nicht dissoziiert (bzw. nur am Ende ganz kurz, aber dann auch schnell wieder nach vorne gekommen).
Wir sind gemeinsam noch einmal den Fragebogen durchgegangen, sie hat mir gesagt, dass sie das mit den Anteilen ernst nimmt, nur leider keine Erfrahung damit hat (ich hatte ihr von meinen Zweifeln in einer Mail berichtet, dass ich befürchte, dass sie meine Entscheidung, in eine Klinik, die auf Dissoziative Störungen spezialisiert ist, nicht befürwortet).
Sie hat einfach keine weiteren Patienten mit solch einer Störung und kann daher nur aus Büchern lernen.
Aber sie nimmt mich ernst. Und sie schreibt auch einen eintsprechenden Bericht.
Und seitdem wir heute darüber gesprochen habe, fühle ich mich erleichtert, nehme ich mich selbst und meine Anteile auch wieder ernster.

Schon wieder so viel in so kurzer Zeit. Wow.

Außerdem war ich heute eine Freundin besuchen, sehr spontan.
Und bin dann auch länger als geplant dort geblieben, einfach weil es so gut tat.

Leider musste ich dann im Dunkeln mit der Bahn nach Hause fahren und kam erst 21 Uhr wieder bei mir an. Die Kleinen haben dann geweint und ich konnte sie einigermaßen trösten, war schwierig, habe mich aber eben gut um sie gekümmert, wir haben im Benjamin Blümchen-Buch gelesen und dadurch geht es ihnen wieder besser.
Außerdem hat unser Freund uns Schokolade in den Briefkasten getan und das finden die auch ganz toll.
Eigentlich wollten sie jemanden haben, der sie in den Arm nimmt und festhält, aber das geht ja gerade nicht.

Ich finde, dass ich mich trotzdem gerade gut um sie gekümmert habe. (Und vor allem nicht verleugnet habe, sondern ernst genommen habe.)
Alles Schritt fürSchritt.
Auch wenn man langsam geht, kommt man voran.

Freitag, 11. März 2016

Metaebene ODER "Wie geil ist das denn?"

Ich durfte gestern eine großartige Erfahrung machen.

Mir ging es nicht so gut und deswegen bin ich erst später zur Berufsschule. 
Dann wollte ich aber unbedingt hin, weil das so wichtiger und komplizierter Stoff war, mir ging es aber noch immer nicht gut, mir war sehr schwindelig, mir sind vor Müdigkeit fast die Augen zugefallen, ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und auch nicht konzentrieren. 

Meine Mitschüler haben das auch bemerkt und mich dann netterweise in Ruhe gelassen, die kennen das ja schon etwas.

Irgendwann ist mir aber bewusst geworden: Das da, das bin nicht ich, die da gerade vorne ist, das ist ein Anteil von mir (A.). Und dann bin ich ins Bad gegangen und habe den Anteil gefragt, was er braucht, damit ich mich am Unterricht beteiligen kann.
Und das konnte sie mir dann tatsächlich sagen: Ruhe, Rückzug, einen Ort, wo sie weinen darf und traurig sein darf, aber trotzdem nicht allein ist.
 
Und das habe ich dann imaginiert.
 
Und dann hat es noch einige Minuten gedauert und dann war wieder "ich" vorne.
Und das war dann ganz anders, ich war gar nicht mehr müde, habe die ganze Klasse unterhalten (Klassenclown ist auch so eines meiner Talente, auch wenn man sich das mitunter nicht vorstellen kann).
Ich konnte mich am Unterricht beteiligen, den anderen (und auch meiner Lehrerin :P) bei Aufgaben geholfen.
 
Und die Erfahrung, die war super, weil ich das erste Mal gesehen habe, okay, ich bin dem nicht hilflos ausgeliefert und bilde mir die Anteile auch nicht ein, denn wenn das so funktioniert, dann ist wohl der Weg, mit den Anteilen in Kontakt zu kommen, doch der Richtge.
 
Seitdem bin ich auf jeden Fall wieder zuversichtlicher, auch wenn das ziemlich anstrengend war.
 Das war eine ganz wichtige Erfahrung und endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis.
 
Und heute durfte/musste ich das noch einmal anwenden und es hat auch wieder funktioniert und das ist toll, weil das ein Weg zu sein scheint.
Damit ich wieder mehr Kontrolle habe, über mich, mein Leben, mein Verhalten.



Ob ich kommende Woche zur Ausbildung gehen werde, das wird sich zeigen.
Mittlerweile kann ich es mir aber schon etwas mehr vorstellen als noch in der Mitte der Woche.

Mittwoch, 9. März 2016

Was ich mir wünsche.



Einfach sein 
nichts wollen
Ankommen
Gehalten werden
mich selbst halten können
mich trauen
zu vertrauen

In die Luft springen
und keine Angst haben zu müssen
auf dem Asphalt zu landen
der mich umgibt und einsperrt

All die Mauern
im Kopf
im Körper
lösen
frei sein
Atmen

Einfach sein
Wie ich bin
Einfach okay sein
trotz meiner Einschränkungen
trotz meiner geringen Belastbarkeit
und dem vielen Dissoziieren
und meinen ganzen Ängsten

Und irgendwann
Lächeln
weil es vorbei ist
und ich verstehe
was das bedeutet
dass ich frei bin
dass ich entscheide
dass ich ja sagen darf
dass ich nein sagen darf
dass ich mich umentscheiden darf
dass ich Fehler machen darf
und es okay ist
weil das zum Leben dazu gehört

Sanft sein
mit mir
und anderen
und nicht vor den Gefühlen flüchten müssen
weil sie doch nur unser Wohl im Sinne haben
und uns zeigen
dass etwas nicht in Ordnung ist




Aber jetzt gerade wünsche ich mir mal wieder, dass mich jemand hält, ich brauche Trost, weil ich traurig bin. Und ich bin froh, dass ich bemerke, dass ich traurig bin und nicht davor fliehe.


Meine Geländepsychologin wird bald einige Wochen nicht da sein, da sie operiert werden muss. Das nimmt mich mit, weil ich Angst habe, dass sie nicht wiederkommt, weil ich nicht weiß, wie ich ohne sie zurecht kommen soll, zumal zu der Zeit auch meine Therapeutin in lLternzeit ist.

Es kristallisiert sich heraus, dass ich mich kommende Woche krank schreiben lasse. 
Mein Kopf kann nicht mehr, ich auch nicht.
Ich bin müde und müsste doch eigentlich für zwei Arbeiten morgen lernen.

Aber manchmal ist das Überleben wichtiger, also werde ich mich (und vor allem die Kleinen) jetzt selbst trösten, mit Kakao und Schokolade und einem schönen Film.
Die Kleinen brauchen mich jetzt mehr als die Schule mich braucht, vielleicht geht die Erklärung ja morgen bei meinen Lehrern durch. ;)


Dienstag, 8. März 2016

Resgination.

Manchmal reicht es mir auch.

Klar, niemand hat behauptet, dass das Leben fair ist.

Aber ich kann nicht mehr, bin schon wieder erschöpft, vom ständigen Dissoziieren, vom trotzdem funktionieren wollen, vom nicht konzentrieren können - aber müssen, einfach vom Atmen und Leben.

Es sind nur noch ein paar Wochen bis zu den ersten Prüfungen, nur noch ein paar Monate, bis ich die Ausbildung hinter mich gebracht habe.
Aber ich kann nicht mehr.
Jetzt.
Wie soll ich diese Wochen schaffen? Ich weiß es nicht, ehrlich nicht.

Ich war gestern beim Trommeln, es war erst gut, dann überhaupt nicht gut, weil ich irgendwie dissoziiert bin und es aber selbst nicht gemerkt habe, die Leiterin hat es bemerkt und mich rausgeschickt, damit ich mich um mich kümmern kann.
Es ärgert mich, dass ich selbst das nicht kann, weil ich es nicht mitbekomme, wann es losgeht und ich nicht mehr wirklich ansprechbar bin und vor allem, warum das passiert. Es ist frustierend.

Ich weiß nicht, ob ich wieder hingehen werde.
Ich soll mir überlegen, den anderen mich mehr zu erklären und mir jemanden überlegen, der auf mich "aufpassen" und achten könnte, wenn ich beginne, zu dissoziieren, damit sie sich mehr auf die ganze Gruppe konzentrieren kann.
Aber ich will das nicht, ich will keine Belastung sein und es macht mich traurig, dass das jetzt alles so ist.
Das Trommeln tat mir so gut, aber es kostet auch viel Kraft.
Und gerade, nach der Situation, bin ich nicht bereit, noch mehr Kraft aufzuwenden.

Heute war ich nur drei Stunden in der Schule, aber immerhin. Nach gestern hatte ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich überhaupt hingehe.

Zum Trost gab es gerade eine ganze Tafel weiße Schokolade und es ist okay, ich meine, wenn nichts mehr wichtig ist, dann das auch nicht.

Samstag, 5. März 2016

Teigfladen als Weltkulturerbe.

Verhältnismäßig lange her ist mein letzter Blogeintrag, was seitdem alles passiert ist, bekomme ich nicht mehr zusammen.

Diese Woche habe ich mich krank schreiben lassen, weil ich wohl seelisch zu erschöpft war.
Ich bin daher zu meinen Eltern gefahren, es war eine Mischung aus okay, gut (nicht allein sein müssen, mein Bruder war da) und "ich will einfach nur weg".

Aber ich denke, ich konnte mich dennoch etwas erholen, habe weniger dissoziiert, einfach weil keine Anforderungen da waren, nicht jeden Morgen zur Ausbildung gehen, kaum Menschen um mich herum.

Ich war mit dem Rad draußen, hier habe ich ein Mountainbike und bin damit durch die Wälder gejagt, das war schön.

Ansonsten kann ich gerade nicht viel sagen, eigentlich will ich noch nicht wieder zur Ausbildung gehen, aber wir habe Berufsschule und dort zu fehlen, das wäre momentan eher unklug.

Ende April sind schon die Abschlussprüfungen und ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll, ich habe das Gefühl, ich weiß absolut nichts. (Und tu aber auch nichts dafür, dass das anders wird, da mein Kopf eigentlich auch so schon genug mit Überleben und dem ganzen lauten Zeug in meinem Kopf beschäftigt ist.)
Wird die Prüfer aber eher weniger interessieren und so muss ich zusehen, etwas für meine Zukunft (beängstigendes Wort) zu tun.

Eigentlich bin ich noch immer sehr erschöpft und möchte nur, dass die Ausbildung endlich vorbei ist.
Leider habe ich mich ja aber entschieden, dann gleich ein Studium hinten ran zu hängen, suuuuper Idee.

Nunja, wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen.
Vielleicht wird es gut, vielleicht auch eher gemischt, wie immer eben.

Diese Woche hatte ich auch einen Termin bei meiner Therapeutin, das war recht befremdlich, sie hat mit einem Anteil direkt gesprochen (warum?) und ich war dann im Hintergrund und dachte nur (bitte, sag jetzt nichts falsches... ich glaube, er findet sie attraktiv und das würde da aber nicht hingehören und hallo, Kontrollverlust).
Ich habe ihr das dann auch geschrieben, dass ich das nicht so toll fand, aber sicherlich möchte sie damit etwas bezwecken.
Mit den kleinen kann man ja eher nicht vernünftig kommunizieren, aber mit ihm immerhin halbwegs und es wäre ja schon gut, wenn wir irgendwie mal an einem Strang ziehen könnten und nicht immer nur gegeneinander arbeten und uns verleugnen.