Und wir atmen ein und auch wieder aus.
Und wir fallen aus dem Rahmen, ins bodenlose Schwarz der Krise.
Und da ist niemand, der die Hand hält und sagt, dass es okay ist, dass ich weine, dass es okay ist, dass ich keine Kraft mehr habe, dass es okay ist traurig zu sein, dass es okay ist wütend zu sein und dass diese Gefühle auch gleichzeitig da sein dürfen.
Ich habe meine Geländepsychologin heute gesehen, sie ist ja noch krank geschrieben und sah auch nicht gut aus, deswegen habe ich nur kurz "hallo" gerufen und bin weiter mit meinem Rad.
Sie hat mich wohl erst im Nachhinein erkannt, war sehr in ihren Gedanken vertieft.
Sie fehlt mir und ich will nicht, dass es ihr schlecht geht.
Aber ich will auch nicht, dass es mir schlecht geht.
Zumindest glaube ich das.
Sascha (5) hatte Bilder gemalt und wollte, dass die "versteckt" werden, es sind "doofe Bilder", "böse Bilder".
Ich habe sie also zur Vertretung meiner Geländepsychologin gebracht, ihr die ohne Worte in die Hand gedrückt und sofort wieder weggelaufen, weil ich sonst umgekippt wäre. Vorher hatte ich eine Mail zur Erklärung geschickt, weil Worte einfach zu schwierig sind.
Und ich weiß nicht, wann es besser wird.
Ich befürchte, ich befinde mich noch immer im Stadium des Auseinanderfallens, dabei möchte ich doch das Gegenteil erreichen.
Der Körper wird verletzt und das tut auch der Seele nicht gut.
Immerhin habe ich seit einer Woche nicht mehr erbrochen, aber wirklich wertschätzen kann ich es momentan nicht, dafür läuft einfach noch zu viel schief.
Ich sollte unbedingt dafür sorgen, dass es wieder einen funktionierenden Sicheren Inneren Ort gibt und mehr für die Kommunikation untereinander tun, aber ich fühle mich allein so überfordert damit.
Es ist okay, auch mal wütend und traurig zu sein, und zu weinen. Das ist okay und wichtig und oft tut es doch auch gut, zu weinen. Mal alles rauszulassen.
AntwortenLöschenDas wollte ich dir nur mal gesagt haben.
Ich lasse dir eine liebe Umarmung da, wenn du möchtest. ♥