Ich gehe 12 Jahre zurück, alles auf Anfang, nur wissender.
Ich gehe freiwillig ins Leiden zurück, um Leiden gegen Leiden auszutauschen.
Eine altbekannte Strategie, die immer wieder zu funktionieren scheint.
Die Essstörung ist zurück und ich bin ihr dankbar, dass es sie gibt.
Und ich hasse sie dafür, dass sie mich bis zur Erschöpfung draußen umhertreibt und mich nicht für ausreichend Energienachschub sorgen lässt.
Noch ist alles im grünen Bereich, noch rede ich mir ein, dass es okay ist, jetzt diese Strategie zu nutzen.
Dabei ist es zwischendrin schon nicht mehr okay, zu viel Schwindel, zu viel Erschöpfung.
Ich bin müde, davon, dass ich von einer Zerstörung zur Nächsten wechsle.
Aber irgendwie scheint das mein Leben zu sein.
Vielleicht finde ich irgendwann einen Sinn und eine Aufgabe in meinem Leben, die die Zerstörungswut eindämmt.
Ich bin ja noch jung, es kann ja noch so viel passieren.
Ja, wahrscheinlich ist die Essstörung eine Sicherheit. Ich bin ihr auch immer mal wieder begegnet, wenn gerade alles dunkel in mir war. Sie hat immer einen Grund. Und vielleicht lohnt es sich, den Grund herauszufinden, sich mit ihm auseinanderzusetzen, damit sie wieder gehen kann... ♥
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